"Ich habe mich mit den Lehrern angelegt"

 

 

Matthias Schweighöfer, geboren am 11. März 1981 in Anklam, ist Absolvent des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums. Der junge Schauspieler gilt als eines der herausragenden deutschen Schauspieltalente. Der Grimme-Preisträger (für "Die Freunde der Freunde", 2001) ist aktuell im Kinofilm "Keinohrhasen" von und mit Till Schweiger zu sehen. Sandra Czabania sprach mit dem 26-Jährigen am Telefon über seine Schulzeit in Chemnitz.(erschienen Freie Presse Mai 2007)

Jung, gut aussehend und erfolgreich: Ehemaliger André-Schüler Matthias Schweighöfer. Foto:DDP

"Freie Presse": Wann haben Sie Abitur gemacht und verraten Sie, mit welcher Note Sie abgeschlossen haben ?

Matthias Schweighöfer: Ich habe 1999 in Chemnitz Abitur gemacht und mit 3,4 abgeschlossen.

"Freie Presse": Was war Ihr Lieblingsfach und welches mochten Sie überhaupt nicht ?

Schweighöfer: Deutsch mochte ich sehr, aber geliebt habe ich die Theater AG. Mathe habe ich gehasst, Physik habe ich gehasst, eigentlich alle Naturwissenschaften.

"Freie Presse": Haben Sie einem Lehrer mal einen Streich gespielt ?

Schweighöfer: Streiche gespielt nicht, aber ich habe mich mit den Lehrern angelegt.

"Freie Presse": Warum ?

Schweighöfer: Zum Beispiel hatte ich für einen Aufsatz  über Brecht mit Brecht-Erben gesprochen. Der Lehrer hat dann gesagt, dass darin was nicht stimmt, wohl, weil es so nicht in seinem Lehrbuch stand.

"Freie Presse": Was für eine Erinnerung haben Sie allgemein an Ihre Schulzeit am Andregymnasium?

Schweighöfer: Es war eine tolle Zeit. Ich war unter 28 Mädchen der einzige Junge in der Klasse. Es war wirklich eine schöne Zeit.

"Freie Presse": Sind Sie gelegentlich noch in Chemnitz ?

Schweighöfer: Sehr selten. Vor einigen Wochen bin ich mal hier gewesen. Einer meiner besten Freunde ist der Schlagzeuger von Silbermond. Erst waren wir in Bautzen, wo die Band herkommt, und dann haben wir eine Stunde in Chemnitz verbracht. Wir waren in der Schule. Und auch bei meinem ehemaligen Wohnhaus in der Clausewitzstraße 7. Da wohnt ja nun keiner mehr. 

"Freie Presse": Wann wußten Sie, dass Sie Schauspieler werden wollten ?

Schweighöfer: Das wußte ich schon sehr früh. Theater und Schauspiel - das ist genau mein Ding. Meine Eltern beide Schauspieler (Michael und Gitta Schweighöfer - Anm. d. Red.), hatten dabei natürlich einen riesen Einfluss. Mit der Schauspielerei bin ich ja sozusagen aufgewachsen. Ich kannte nichts anderes. 

"Freie Presse": Können Sie nachfolgenden Schülergenerationen einen Tipp für deren Berufswahl geben ?

Schweighöfer: Das ist schwierig. Aber, auf jeden Fall sollte man machen, was einem interessiert und was einem liegt. Da kann der Berufswunsch noch so exotisch sein. Ich habe Glück, meine Leidenschaft ausleben zu können. 

"Freie Presse": Werden Sie während der Festwoche zum 100. Schulgeburtstag in Chemnitz sein?

Schweighöfer: Ich weiß es noch nicht, weil ich zu dieser Zeit gerade in Amerika drehe.

 

Der Schauspieler Matthias Schweighöfer ist in Chemnitz zur Schule gegangen, am Andrégymnasium legte er das Abitur ab. Als Titelheld ist er in "Der Rote Baron" als Manfred von Richthofen zu sehen. Foto LimeLight PR Berlin